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Juden in Deutschland

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„Again the famous ones among the artists were warmly received in Britain. Those less-well known abroad had a much harder time.„(Bergham 1984:92)

Wie zur damaligen Zeit in England selektiert wurde, zeigt das Beispiel zweier Künstler aus Berlin. Herr und Frau O. waren beide Bildhauer, als sie mit Hilfe eines Cousins 1937 nach London kamen, um diesen zu besuchen und vielleicht in England bleiben zu können. Die Erlaubnis für diesen Besuch, der später in eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung umgewandelt wurde, bekamen sie aber nur, weil Herr O. ein Holzschnitzer war. Diese Technik war unter britischen Bildhauern praktisch unbekannt, so daß er keinem englischen Künstler Konkurrenz bedeutete, was jedoch zur Folge hatte, daß sie aufgrund von Sprachproblemen so gut wie keinen Kontakt zu einheimischen Künstlern pflegen und aufgrund der Seltenheit der Ausübung der Holzschnitzerei sich in der englischen Kunstszene nur schwer etablieren konnten.
Ein weiteres Problem war die, im Vergleich zu deutschen Künstlern, völlig andere Mentalität, mit der das Bildhauerehepaar in England zurechtkommen mußte:

„In Berlin we had a beautiful studio where we lived. Visitors and friends came at all times, also late at night. But not so in London. People always go to bed early here. What is more, most artists here live in the country.„(Bergham 1984:92)

Doch trotz dieser Probleme hatten beide zahlreiche Ausstellungen in England und konnten sogar ein paar ihrer Skulpturen verkaufen, von deren Erlös sie jedoch nicht leben konnten, so daß sie über ihre normale Arbeit hinaus noch Töpfern an einem Londoner College unterrichteten.
Ein weiteres Problem, das jedoch alle Künstler betraf, waren die unterschiedlichen Auffassungen von Kunst in England und Deutschland. Die Bilder deutscher Maler waren sehr viel emotionaler und direkter als die ihrer englischen Kollegen, deren Bilder eher den Charakter des Herunterspielens von Gefühlen hatten, so daß die englischen Kunden, die nur die englische Variante der Kunst gewohnt waren, die Bilder deutscher Maler nicht mochten, was sich darin ausdrückte, daß deren Bilder nach dem Krieg in Deutschland weit besser verkauft wurden als es in England je der Fall war.
Wenn man sich diese Differenzen zwischen England und Deutschland in der Kunst ansieht, so wird klar, mit welchen Problemen deutsche Autoren in England zu kämpfen hatten, die ihre Ideen nicht auf der Leinwand, sondern in Buchstaben in einer Sprache auszudrücken hatten, die sie nicht beherrschten. Denn aufgrund des Verbotes ihrer Bücher in Deutschland, war es sinnlos weiter in der deutschen Sprache zu schreiben, da ihre Leserschaft größtenteils noch immer in Deutschland beheimatet war, wo ihre Bücher nicht veröffentlicht werden durften.
Die Möglichkeit der Übersetzung ihrer Bücher aus dem Deutschen in die englische Sprache war auch keine adäquate Lösung, da die sprachlichen Feinheiten nicht in jeder Sprache gleich wiedergegeben werden können, was zur Folge hatte, daß die meisten von Deutschland nach England emigrierten Schriftsteller quasi arbeitslos waren, da sie sich einer potentiellen Leserschaft gegenüber sahen, die sie nicht verstand.
Auch waren die Themen ihrer Bücher teilweise nur Deutschen zugänglich, was ein weiteres Problem darstellte. Ein jüdischer Flüchtling beschrieb 1946 das Dilemma sehr treffend:

„To be a writer is not easy; to be a jew is very difficult; to be a Jewish writer almost amounts to a minor tragedy. But about the Jewish writer who, on top of that, comes from Germany?"(Bergham 1984:96)

  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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